"Guten Morgen, liebe Sorgen?"

Oder lieber: "Relax!"

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

das Leben lässt uns jeden Tag immer wieder neu wählen. Das beobachtete
ich heute mal wieder sehr eindrücklich. Und zwar gleich am frühen Morgen.

Szene Eins: Mir begegnet kurz nach dem Aufwachen aus einem laut gestellten Handwerkerradio der bekannte Liedtext von Jürgen von der Lippe: „Guten
Morgen, liebe Sorgen, seid Ihr auch schon alle da?“

Mmhh?! Was will mir das denn sagen? Also gut, schaue ich mal genauer hin.
Was sind überhaupt Sorgen? Gut, dass es Wikipedia gibt. Da steht:

„Der Begriff Sorge beschreibt ein durch vorausschauende Anteilnahme gekennzeichnetes Verhältnis des Subjektes zu seiner Umwelt und zu sich
selbst. Eine subjektiv erwartete Not (Bedürfnis, Gefahr) wird gedanklich vorweggenommen und wirkt sich im Fühlen, Denken und Handeln des
Besorgten oder Sorgenden aus. Das Spektrum reicht dabei von innerlichem Besorgt- oder Beängstigt-Sein bis zur tätigen Sorge für oder um etwas.

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Sorge in erster Linie eine mehr
oder weniger konkrete, mitunter länger anhaltende Befürchtung oder
seelische Bedrückung. Das Wort wird in dieser Bedeutung oft im Plural
verwendet, zum Beispiel: „Ich mache mir Sorgen ...“

Aha. „Vorausschauende Anteilnahme“ heißen also die Zauberworte.
Merkwürdig, oder? Wieso soll ich schon Anteil nehmen, bevor etwas
passiert ist? Profilaktisch, quasi. Da kann ich mir also jeden Tag etwas
aussuchen, um mich sorgenvoll zu stimmen? Nein, nein, dieses Schauspiel missfällt mir.

Szene Zwei: Ich fahre zum Einkaufen, mache mal wieder mein Radio an
und es erschallt: „Relax, take it easy.“ Von Mika. Und was passiert? Ich
fange im Auto an zu tanzen. Ja, ja, mehr innerlich natürlich. Und merke,
wie das Leben plötzlich bunt wird. Trotz Regen.

So geht das also. Ich kann also auch eine „vorausschauende Anteilnahme“
für die schönen Dinge in mir entfalten, die heute kommen wollen. Dieses Schauspiel gefällt mir. So tausche ich also flugs das Wort Sorge gegen
Vertrauen und mache entspannt weiter. „Relaxed“, heißt es modern
gesprochen.

Abraham Lincoln hatte es übrigens so gelöst: „Halte Dir jeden Tag dreißig
Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.“
Auch eine Variante. Ich höre lieber Musik.

Ihnen allen eine Take-it-easy-Woche mit vorausschauender Anteilnahme
für das Schöne in Ihrem [Unternehmer] Leben wünscht

Ihre Gabriela Linne

20. Juli 2011


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