Aus brandaktuellem Anlass:

über die Feuerzeit, die National-Elf und die Hitzewelle

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

gestern Morgen berichtete mir eine Kundin, dass die Temperaturen in Deutschland derzeit die höchsten weltweit seien. Ich war überrascht
und begann zu überlegen.

Wir können die Dinge ja immer von vielen Seiten betrachten. Und ich
mache das heute mal aus der Sicht der Fünf-Elemente-Lehre der TCM (traditionelle chinesische Medizin) – verknüpft mit meinen eigenen
Gedanken.

Nach langer „Regenzeit“ fand ein Wandel in den lang ersehnten Sommer
statt – in das Element Feuer, anders gesagt in die Feuerzeit. Und das
zeitgleich mit der WM. Die Temperaturen kletterten kontinuierlich. Und
genau passend zu dem Hochgefühl der sensationellen Spiele unserer deutschen National-Elf stieg die sommertypische euphorische Stimmung.

Das Feuerelement, wie es in der Fünf-Elemente-Betrachtung genannt
wird, hat Eigenschaften wie Mut, Kraft, Freude und Leichtigkeit. Die
Feuerzeit ist also die perfekte Zeit für diese Spiele, obwohl sie
ironischerweise in der Winterzeit (der Zeit des Rückzugs) in Südafrika (allerdings einem typischen Feuerland) stattfindet.

Und unsere National-Elf? Exakt im Alter der Lebenszeit „Feuer“ heizte
sie das Interesse an, ließ Herzen mit Stolz lodern. Sie spielte mutig,
kraftvoll, freudig und mit Leichtigkeit. Merken Sie was? Und die Presse
sprach schon ‚euphorisch’ von dem neuen Weltmeister.

Die Stimmung stieg weiter. Erneut verband sie Menschen – Grenzen überwindend, in entbrannter Liebe, im gemeinsamen frenetischen Jubel.
Die Spannung auf das nahende Spiel mit den (von Buchmachern
favorisierten) Spaniern war beinahe unerträglich. Und dann …

kam der Absturz. Ent-Täuschung. Das Spiel war verloren, die
zahlreichen Fahnen binnen weniger Stunden entfernt. Das lodernde
Feuer der Euphorie kippte ab in die Depression (energetisch gesehen).
Der Tag danach war spürbar anders. Die Menschen waren gedrückt,
manche aggressiv - Eigenschaften, die aus einem zu Viel an Feuer-
Energie, aus einem kurzzeitigen Aufflammen entstehen können.

Und nun zur Hitzewelle. Was hat sie damit zu tun? Sie war aus meiner
Sicht das bereits spürbare zu Viel, eine Art Ent-Zündung, die förmlich
nach Erdung, nach Dämpfung rief. Was das bedeutet? Schauen wir
noch mal zurück auf die Tage vor dem Halbfinalspiel:

Aus meiner Sicht war dieser Zustand unnatürlich, angeheizt, richtig
gehend überhitzt, sozusagen „hitzewellig“. Ausgelöst durch die
Begeisterung über die „überbordende Kraft der deutschen Feuer-Jungs“,
die so mutig heiß der Welt ein neues Deutschland zeigten.
Als Repräsentanten für alle „feurigen“ Eigenschaften, die die Welt mag.
Als Repräsentanten für die Sehnsucht nach Anerkennung, die wir von
außen brauchen. (Möglicherweise verstärkt durch immer noch
geschichtliche bedingte Unsicherheit?)

Dabei wurde vergessen, dass unsere „Feuer-Jungs“ auf „Erd-Gereifte“
stoßen. Und so wurde das junge, noch unsichere Feuer „gedämpft“.
Erst in der Mannschaft, dann in unseren Gemütern.

Doch die Glut eines großen Feuers heizt nach …
„Will sie jetzt etwa sagen, die Hitzewelle sei unsere eigene Glut?“
Ja, will ich.

Die Natur sucht sich immer die Wege, die sie braucht, um das
Gleichgewicht wieder herzustellen. Ich finde das prima. Allerdings
auch schade, dass am Ende vielleicht ein bisschen das Gefühl des
‚gekippten zu Viel’ bleibt.

Es wäre schön, wenn wir alle gemeinsam weiter an den Mut,
die Kraft, die Freude und Leichtigkeit glauben. Und wenn wir die
momentanen Repräsentanten gebührend würdigen. Danke für
dieses wunderbare Beispiel. Die Glut geht nun langsam zurück,
die Hitzewelle kann gehen. Mal schauen, ob meine Prognose stimmt.

Eine weiterhin wunderschöne „Feuerzeit“ mit erfrischender Leichtigkeit
wünscht Ihr Feuerkind Sabine Heil

PS: Die Drei steht übrigens für Kommunikation, eine Eigenschaft des Feuerelements. Passt doch.

11. Juli 2010


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