Die Leichtigkeit des Seins:

unerträglich oder unendlich?

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

der Titel stammt von dem Roman „Die unerträgliche Leichtigkeit
des Seins“ von Milan Kundera. Er hat mir schon immer gefallen.
Das Buch auch, obwohl es mir jetzt in diesem Moment um etwas
ganz anderes geht.

Habe ich doch in den letzten Wochen vor allem die Unerträglich-
keit zu spüren bekommen - und das meine ich im positiven Sinn
- auch wenn sich das für Sie sicher paradox anhört.

Durch mein tägliches Schreiben der Morgenseiten (siehe News-
letter vom 29.2.2012)
und der Beschäftigung mit Fragen, die mir durch dieses Buch
gestellt werden, sind Gefühle hoch geploppt. Gefühle, die ich
lange vergraben hatte. Ja sogar Erinnerungen an Kindheitstage
und deren Geschehen kamen aus einer dichten Nebelwand
wieder zum Vorschein.

Die Fragen nach dem Sinn des Lebens und ob ich ihn überhaupt
kenne und lebe, musste ich mir mit einem klaren „Oh nein“
beantworten. Ja, ich dachte ihn zu kennen, merkte aber im
Beantworten, wie viel Oberflächlichkeit sich in mein tägliches
Tun geschlichen hatte. Und warum? Weil ich die Leichtigkeit
meines Seins vergessen habe.

Habe ich doch den Sinn festgemacht an: Wie erfolgreich bin ich
mit meinem Unternehmen? Wie viele Kunden habe ich? Wie viel
Geld habe ich? Wie viele Freunde habe ich? Wie viel Anerkennung
und Lob bekomme ich? Bin ich eine gute Tochter, Ehefrau,
Schwester?

Die Tatsache aber, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, ging dabei
verloren. Bzw: War das Wissen darüber überhaupt mal so unein-
geschränkt da? Seit ich begonnen habe, mich selbst anzunehmen,
stellte ich fest: Es kommt mehr und mehr Leichtigkeit in mein Leben.
Und mit der Leichtigkeit kommt die Kreativität meiner ganzen
Persönlichkeit endlich zum Vorschein. Es kommt dadurch mehr und
mehr Tiefe in mein Leben. Eine „unendliche“ Wirkkette, die mir nun
täglich zeigt: Alles, was ich tue, macht Sinn. Ist Sinn.

Im Kundalini-Yoga gibt es hierfür übrigens ein sehr schönes Mantra,
das „Sat Nam“. Darin steckt soviel wie: „Ich bin die, die ich bin“.
Es ist das Bekenntnis zur eigenen inneren „unendlichen“ Wahrheit.

Ihnen allen wünsche ich die ebenfalls aufblühende Metamorphose
von der unerträglichen zur unendlichen Leichtigkeit des Seins.
Den Menschen um Sie herum wird’s gefallen. Schön, oder?

Frühlingshafte Grüße
Sabine Heil

14. März 2012


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