Kommt ein Flip-Chart geflogen, ...

Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer,

meine heutige Geschichte für Sie ist eine ganz typische
Kairos-Geschichte. Sehr lustig (finde ich zumindest), sehr
außergewöhnlich und sehr wahr. Sie könnte auch den Titel
tragen: „Folge dem Lebensfluss und nimm an, was kommt.“
Und sie geht so:

Vor etwas mehr als einer Woche wollte ich ein Flip-Chart
kaufen. Für einen neuen Workshop-Raum in Frankfurt.
Die Auswahl war rechtzeitig getroffen. Ich musste nur noch
bestellen und liefern lassen. „Alles easy,“ dachte ich.
Doch einen, zwei, drei, vier, fünf Tage lang kam mir immer
„irgend etwas“ dazwischen.

Einen Tag vor dem Workshop: „Okay, ich nehme das Flip-
Chart aus meinem Büro mit, lasse es im Workshop-Raum
stehen und behalte das Neue bei mir. Sollte wahrscheinlich
so sein.“

Am Tag des Workshops (er fand abends statt): Ich nahm
einen, zwei, drei, vier Anläufe, das Flip-Chart für den Transport
vorzubereiten. Es kam immer wieder „irgend etwas“ dazwischen.
Beim fünften Versuch schellte erneut das Telefon. „Geh ich ran,
oder … ??? Okay, einmal noch, aber dann …“

Der Anrufer, Joachim, ein Kairos-Unternehmer, sagte: „Gabriela,
ganz anders als geplant räume ich gerade meinen Keller auf
und wollte fragen: Brauchst Du zufällig ein Flip-Chart?“

Welch Glück hat niemand mein Gesicht gesehen: „Äähh, jaaa.
Allerdings heute. Wo ist der Keller?“ „In Mainz.“ „In Mainz?
Ich brauche es in drei Stunden in Frankfurt. Kommst Du zum
Workshop?“ „Nein, und ich fahre gleich nach Hochheim. Das
Flip-Chart packe ich ins Auto.“

Nachdenken. Nachdenken. Wenn das Teil schon virtuell zu mir
vorgedrungen ist, muss es doch … Wer kommt heute Abend
zum Workshop? Juchhu. Eine Kairos-Unternehmerin aus Mainz.
Schnell anrufen: „Anke, würdest Du mir einen Riesengefallen …?“

„Ja klar. Ich muss nur gleich los zum Termin, kann aber schnell
bei Joachim vorbei fahren. Vielleicht erwische ich ihn noch.“   

Und nun die Aufgabe: Folge dem Lebensfluss und nimm an,
was kommt. Was hieß das für mich? Einfach weitermachen.
Erledigen, was zu erledigen ist. Eins nach dem anderen.
Das Telefon schellte erneut. In eine Arbeit hinein, „dazwischen“
sozusagen. „Gabriela, ich hab’s im Auto und bringe es zum
Workshop mit.“

Danke, Anke. Ab sofort freue ich mich noch mehr, wenn der
Lebensfluss etwas anders fließt als gedacht. Dann kommen
sogar Flip-Charts geflogen. Wer hätte das gedacht?

Ihnen allen eine Kairos-gemäße Woche mit vielen herbei
fliegenden Geschenken. Es darf ruhig auch etwas anderes
sein als ein Flip-Chart.

Herzliche Grüße
Ihre Gabriela Linne

1. Februar 2012


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